Hilfe für Vögel im Garten

NABU Umweltpyramide: Höchste Zeit für die Nistkastenreinigung

Nachdem der Winter mild begann, hat er uns in den vergangenen Wochen umso härter getroffen. Während viele die Gelegenheit nutzten und ihre Schlittschuhe aus dem hintersten Schrankwinkeln hervorzuholen, hat es unsere Vogelwelt im wahrsten Sinne „kalt erwischt“. Die Vögel mussten nahezu den ganzen Tag für Futtersuche verwenden und dabei verbrennen sie viel Körperfett, um ihre 39 bis 42° C Körpertemperatur aufrechterhalten zu können. „Wenn die Fettverbrennung überwiegt, d. h. die Tiere mehr verbrauchen als sie an Futter finden, kann es eng werden“, erklärt Simone Zukowski, Mitarbeiterin der NABU Umweltpyramide. Das Risiko, durch Hunger und Erschöpfung oder Erfrieren an ungeschützten Schlafplätzen zu sterben, steige, wenn Frostperioden lange anhielten, so die stellvertretende Leiterin. Einige Hilfe bringt das Aufhängen von Nistkästen. Diese künstlichen Bruthöhlen werden auch im Winter als trockene und beschützende Schlafplätze gerne angenommen. Die schwierige Futtersuche für die Gartenvögel wird deutlich durch Futterbereitstellung erleichtert.

Nicht nur das Aufhängen der Nisthilfen an geeigneten Plätzen, besonders dort, wo Naturhöhlen als Unterschlupfplätze selten sind, ist also wichtig. Vorhandene Nisthilfen sollten spätestens jetzt, vor Beginn der ersten Brut, gereinigt werden. „Viele Meisen sind jetzt wieder in Paarungsstimmung, deshalb sollte die Reinigung der Kästen spätestens Ende Februar abgeschlossen sein“, rät Simone Zukowski. Es genüge, das alte Nest zu entfernen und den Kasten bei stärkerer Verschmutzung auszubürsten. Auf Insektensprays oder chemische Reinigungsmittel solle unbedingt verzichtet werden.

Für Beratungen stehen die Mitarbeiter der NABU Umweltpyramide von montags bis freitags in der Zeit von 8 Uhr bis 15 Uhr bereit oder geben auch unter der Telefonnummer 04761 71352 Auskunft. In der Pyramide gibt es zudem eine große Vielfalt an fertigen Nistkästen, Bausätzen oder Bauanleitungen, sowie Bestimmungsbücher, Informationsmaterial und Vogelfutter.

NABU ruft zum Melden überfahrener Erdkröten auf

Aktion zum Lurch des Jahres 2012

Trotz des Frostausbruchs stehen die ersten Frösche und Kröten bereits in den Startlöchern, um sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern zu machen. Eine frühe Art ist auch die Erdkröte, 'Froschlurch des Jahres' 2012. Sie zählt noch zu den häufigsten Amphibienarten in Deutschland, allerdings sind ihre Bestände durch verschiedenste Gefährdungsfaktoren rückläufig und die Art zählt nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten. Größte Gefahr liegt in der Lebensraumzerschneidung durch Straßen, wo unzählige Erdkröten jedes Jahr auf ihren Wanderungen zu den Laichgewässern ihr Leben verlieren.
Um eine möglichst genaue bundesweite Übersicht über die vermutlich tausende von Verkehrsopfern bei den Erdkröten zu erhalten, startet der NABU jetzt eine bundesweite Aktion und bittet jeden um Mithilfe, der überfahrene Erdkröten sieht, diese zu zählen und anschließend zu melden. Hierfür steht auf der Seite www.amphibienschutz.de/opfer/strassenopfer.html ein Meldeformular bereit, das auch mit Iphone und weiteren Smartphones aufgerufen werden kann.

Zum Sinn der bundesweiten Aktion teilte Sascha Schleich, Sprecher des NABU Bundesfachausschusses Amphibien, Reptilien und Fische mit: "Mit einer aussagekräftigen Straßenopferanzahl kann der NABU nicht nur die Behörden zu erhöhten Anstrengungen im Amphibienschutz an Straßen auffordern, sondern auch seine eigenen Aktivitäten lenken!"
Sascha Schleich, erklärte: "Jedes Jahr im Frühjahr, wenn die nächtlichen Temperaturen zweistellige Grade erreichen, erwachen die Amphibien aus ihrer Winterruhe und machen sich auf den Weg zu Ihren Laichgewässern. Die Erdkröten unternehmen meist in größerer Anzahl diese Wanderungen zu ihren Geburtsgewässern. So kann es vorkommen, dass in einer Nacht mehrere hundert bis tausend Erdkröten Straßen, die ihren Lebensraum zerschneiden, überqueren müssen. Je nach Wetterlage dauert die Amphibienwanderung zwischen wenigen Tagen bis zu vier Wochen."
"Zum Schutz vor dem Straßenverkehr werden an einigen stark betroffenen Straßenabschnitten Amphibienschutzzäune aufgestellt. Diese Zäune halten die Amphibien davon ab, die Straßen zu überqueren. Meist ehrenamtliche Naturschützer des NABU Niedersachsen, aber auch anderer Umweltverbände sammeln so Nacht für Nacht die Tiere an den Zäunen, um sie sicher in Eimern auf die andere Straßenseite zu tragen. An stark befahrenen Straßenabschnitten, an denen solche Schutzzäune und ehrenamtlichen Hände fehlen, finden die Amphibien in großer Anzahl den Straßentod. Nicht nur das Überfahren mit dem Autoreifen ist tödlich, sondern auch die Druckluft, die bei Geschwindigkeiten von über 30 Stundenkilometer entsteht, kann die Tiere beim Vorbeifahren töten", so der NABU-Amphibienexperte weiter.

Seit einigen Jahren betreut der NABU Bundesfachausschuss bereits unter www.amphibienschutz.de eine Schutzzaundatenbank. In dieser öffentlichen Datenbank wird ein Großteil der Schutzzäune in Deutschland im Rahmen der jährlichen Laichwanderungen gelistet und dargestellt. Zusätzlich lassen sich weitere Zauninformationen sowie die Zahlen der 'geretteten' Amphibienarten eingeben und abrufen.

NABU Umweltpyramide: Ein Jahr für Natur und Umwelt

Bewerbungsschluss für das Freiwillige Ökologische Jahr 2012/13 am 15. März

Junge Menschen sind nach der Schule oft unsicher, wie ihr weiterer Lebensweg aussehen soll. “Irgendetwas mit Natur und Pädagogik“, dachte sich der Abiturient Moritz Meister aus Berlin und stieß bei seiner Suche auf das FÖJ, das Freiwillige ökologische Jahr. Er bewarb sich darauf in Niedersachen und arbeitet seit August letzten Jahres zusammen mit Philipp Kuhlenkamp aus Barchel in der NABU Umweltpyramide, einer der 200 Einsatzstellen für das FÖJ in Niedersachsen. Das Regionale Umweltbildungszentrum Bremervörde ist ein beliebter Einsatzort der seit 1990 Freiwilligen zwischen 16- und 27 Jahren die Möglichkeit und Chance bietet, sich beruflich auszuprobieren und zu orientieren. Interessenten für das kommende FÖJ können sich direkt bei der Alfred Töpfer Akademie für Naturschutz (NNA), dem Träger des FÖJ in Niedersachsen, oder bei der NABU Umweltpyramide unter der Telefonnummer 04761 71330 informieren. Bewerbungsschluss ist der 15. März.

Vogelzählung am Futterhäuschen

Mitmachen bei der „Stunde der Wintervögel“ vom 6. bis 8. Januar


Vom 6. bis 8. Januar findet zum zweiten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ruft Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Gezählt werden soll ausschließlich im Siedlungsbereich, also nicht im Wald oder im freien Feld.

Eine besondere Qualifikation außer Freude und Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme nicht nötig. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Amsel, Rotkehlchen und Spatzen. Aber wo genau kommen sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden, wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus? „Je genauer wir über solche Fragen Bescheid wissen, desto besser können wir uns für den Schutz der Vögel einsetzen“, betont Simone Zukowski, stellvertretende Leiterin der NABU Umweltpyramide.

Geht es bei der Schwesteraktion „Stunde der Gartenvögel“ im Mai um die in Deutschland brütenden Arten, stehen im Januar jene Vögel im Blickpunkt, die auch bei Schnee und Kälte bei uns ausharren. Neben den sogenannten Standvögeln, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich zusätzlich Gastvögel beobachten, die im Winter aus noch kälteren Regionen im Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen.

Und so funktioniert die „Stunde der Wintervögel“: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Den Meldebogen können Sie kostenfrei in der NABU Umweltpyramide erhalten. Als Dank für Ihre Unterstützung stehen bei der Abgabe der Bögen kleine Präsente in der NABU Umweltpyramide bereit. Teilnahmeschluss ist der 16. Januar.

Neues Reiseprogramm des NABU erschienen

Reiseziele in Masuren, Ostseeküste, Cornwall und Irland


Noch zum Jahresende legt der NABU sein neues Reiseprogramm für das Jahr 2012 vor. Zu den attraktiven Reisezielen der vergangenen Jahre nach Masuren, Cornwall, Schottland oder an die vorpommersche Boddenküste kommt in diesem Jahr eine Tour in die faszinierende Flusslandschaft der unteren Oder. „Das Besondere und Reizvolle an den Reisen mit dem NABU ist wohl die tolle Mischung aus Natur- und Kulturerlebnis verbunden mit Wanderungen, Fahrradtouren oder Bootstouren“, erläutert Diplom-Biologe Axel Roschen. Alle Reisen würden von ortskundigen einheimischen Fachleuten begleitet und böten damit besondere Einblicke in die Zielregion. Das gerade erschienene Reiseprogramm könne bei der NABU Umweltpyramide, Huddelberg 14 -27432 Bremervörde, oder unter der Telefonnummer 04761 71330 abgefordert werden.

 

Die Reisen mit dem NABU führen mitten in einige der schönsten und wertvollsten Naturlandschaften Mitteleuropas. So lockt in Masuren eine Landschaft mit unzähligen Seen und naturnahen Bächen inmitten ausgedehnter Wälder, Wiesen und Äcker, in der die Zeit stehen geblieben scheint. Die Artenvielfalt dieser Region ist noch so reichhaltig, dass jedem Naturfreund das Herz dabei aufgeht, wenn Schreiadler, Schwarzmilan und Seeadler am Himmel kreisen, die seltene Blauracke aufgespürt wird oder gerade frische Spuren vom Wolf gezeigt werden.

Ebenso attraktiv wie beliebt sind die jedes Jahr ausgebuchten Reisen nach Cornwall, dem der Gärten und Hecken. Über blühende Steilküsten, hoch über dem türkisfarbenen Meer, an zahlreichen Schauplätzen der beliebten Rosamunde Pilcher Verfilmungen, wandern, Jahrtausende alte Steinkreise, pittoreske Fischerdörfer und subtropische Gärten des Landes im Golfstrom erleben, das und vieles mehr wird auf dieser Reise geboten.

„Für unsere Reisen wird kein Fachwissen oder eine Spezialausrüstung benötigt, sondern der Sinn für das Schöne und Neue, die Lust sich in der Natur zu bewegen und ein offenes Herz, das Erlebte zu bewahren“, fasst Diplom-Biologe Axel Roschen das Naturreise-Programm zusammen.

Übernachtung beim NABU

Die Dohle ist Vogel des Jahres 2012.