Biber bauen ihren Burgen erst, wenn ihre unterirdischen Gänge und Wohnkammern durch steigendes Wasser geflutet werden und sie nach oben ausweichen müssen. Aus Holz, Schlamm und Steinen formen sie
dann ihre Wohnburg. Auch unsere Biberburg wurde aus weitestgehend aus Naturbaustoffen errichtet.
Wie beim Bau der NABU Umweltpyramide wurde sehr viel Wert auf die Bauökologie und gesundes Wohnen gelegt. Wände aus gebrannten Tonziegeln und Holz, Wärmedämmung aus Zelluloseflocken, Erde und
Gras als Dacheindeckung und ”Schlamm” in Form von Lehmputz an den Innenwänden zeigen einige Parallelen zu den richtigen Biberburgen.
Bei der Gestaltung waren funktionelle Aspekte allerdings wichtiger, als das optische Nachempfinden einer ”echten” Biberburg.
Inzwischen ist das neue Gebaüde ein fester Bestandteil der Umweltbildungsarbeit. Sie schafft Raum für die über 500 Schulklassen und Gruppen, die jährlich die Einrichtung besuchen.
Das Außengelände der NABU Umweltpyramide ist als Rundweg angelegt und führt Sie durch unterschiedlichste Lebensräume. Fragen mit überraschenden Antworten warten am Wegesrand. Sie können den
Untergrund barfuß ertasten.
Entdecken Sie die seltenen Bauten der Lehmwespe, lebendige Hecken, heilsame Kräuter, Moor, Heide und einen renaturierten Bachlauf. Die NABU Umweltpyramide Bremervörde wurde im April 1991 zur 2.
Niedersächsischen Landesausstellung ”Natur im Städtebau” in Bremervörde eröffnet. Ziel und Auftrag des NABU an den Architekten Lothar Tabery, war es, ein Gebäude zu errichten, dass in auffälliger
Form umwelt- und ressourcenschonendes Bauen und menschenfreundliches Wohnen demonstriert.
Die Umweltpyramide hat in Bremervörde noch eine zweite Umweltbildungsstätte, das “NABU Altes Forsthaus”, welches der NABU 1993 vom Forstamt Bremervörde gekauft hat.
Das Haus wurde umgebaut, so dass Büroräume entstanden sind. 2007 wurde eine Hälfte des Hauses wieder verkauft. In der Scheune ist ein Raum für die Kindergruppe gebaut worden und die Zimmer für
FÖJler und PraktikanntInnen sind ebenfalls im Fortshaus integriert. Hinter der Scheune ist ein großes Schleppdach, unter dem auch bei nicht so gutem Wetter die Seminare stattfinden können. Das
Alte Fortshaus liegt direkt am Wald, so dass von hier aus die Waldprogramme starten können. In der Scheune ist auch eine Schleiereule zuhause, die man in den Abendstunden bei ihrem nächtlichen
Ausflug beobachten kann.