Krabbeltierfreund

Übergabe der Lehrmaterialien in der Kita Oerel. Foto: Nena Scholz
Übergabe der Lehrmaterialien in der Kita Oerel. Foto: Nena Scholz

Für das Modul „Krabbeltierfreund“ wurde eine Materialkiste konzipiert, die sowohl umfangreiches Informationsmaterial für das Fachpersonal als auch das komplette Lehrmaterial für die Umsetzung des Moduls beinhaltet. Um das Projekt abzurunden und die fehlende erlebnisorientierte Umweltpädagogik verstärkt in die Kindergärten zu bringen, wurden ergänzend modulübergreifende Aktionen entwickelt, für die zum überwiegenden Teil auf die Materialien für das Modul „Krabbeltierfreund“ zurückgegriffen werden kann.

 

Eine detaillierte Anleitung für die Materialkiste, ergänzt um die gewünschten Tipps für Aktionen rund um die ökologische Aufwertung eines Kindergarten-Gartens, führt so detailliert in die Materie ein, dass auch das Fachpersonal, das nicht an der Fortbildung teilgenommen hat, die Materialien nutzen können wird.

 

Die Materialkisten wurden in die Kindergärten gebracht, verbunden mit einer Kurzschulung für das erweiterte Fachpersonal. Die Resonanz ist durchweg positiv und die Teilnehmenden hochmotiviert.

 


Krabbeltierfreunde in der Kita Bramel

Knettiere und bunte Spinnen wecken Sympathie für Krabbeltiere. Foto: Lisa Bechtloff
Knettiere und bunte Spinnen wecken Sympathie für Krabbeltiere. Foto: Lisa Bechtloff

Im Kindergarten Bramel hat Erzieherin Lisa Bechtloff mit dem Buch „Licht an! In den Nestern der Insekten“ das Interesse der Kinder für die kleinen Tiere geweckt. Dann war die Fantasie der Kinder gefragt, sie durften aus Knete ihre eigenen kleinen Insekten herstellen. Wie sehen denn nun ein Käfer oder eine Ameise tatsächlich aus? Jeder hat schon oft Krabbeltierchen gesehen, doch wer hat schon mal ganz genau hingeschaut? „Ich war begeistert, wie klar die Kinder ihr Insekt vor Augen hatten und anhand ihrer Fantasie die Merkmale ihres Tieres erklären konnten“, berichtet Erzieherin Lisa Bechtloff von dem gelungenen Einstieg in das Projekt. Dass eine Spinne aufgrund ihrer acht statt sechs Beine nicht zu den Insekten gezählt wird, wurde den Kindern ganz nebenbei vermittelt. Und auch sonst wurde viel über den Körperaufbau der Tierchen gesprochen, ohne die Fantasie dabei einzuschränken.

 

„Spielerisch und mit Neugier die Welt entdecken und dabei die Zusammenhänge in der Natur begreifen, genauso stellen wir uns die Umsetzung unseres Projektes vor“, freut sich Bettina Schroeder über die ersten kleinen „Krabbeltierfreunde“. Auch die Eltern wurden mit einbezogen, sie konnten eine Woche lang die Tierchen im Kindergarten bestaunen. „Auch wenn die Knettiere nicht immer eindeutig zu erkennen waren, so konnten die Kleinen ihren Eltern ganz genau erklären, was ihr Knettier zu einem Marienkäfer oder zu einer Libelle macht“, berichtet Lisa Bechtloff von dem Erfolg der Aktion.

 

Um die Kenntnisse über die Welt der Krabbeltiere zu festigen, wurden anschließend von den Kindern Spinnen und Ameisen aus Pfeifenputzern hergestellt. Auch bei diesen bunten Eigenkreationen der Kinder wurde mit viel Spaß und Fantasie ein besonderes Augenmerk auf die tierspezifischen Merkmale gelegt. „Und so ganz nebenbei wurde auch die Feinmotorik gefördert“, freut sich Lisa Bechtloff über die Kombination der Umweltbildung mit der Förderung der motorischen Entwicklung der Kleinsten.