Kita Oerel blüht auf

In der Kita Oerel gibt es einen Treffpunkt für die NABU-Aktionen mit einer schönen Blühwiese. Foto: Bettina Schroeder
In der Kita Oerel gibt es einen Treffpunkt für die NABU-Aktionen mit einer schönen Blühwiese. Foto: Bettina Schroeder

In der Kita Oerel wurde für das Projekt ein ganzer Bereich des Außengeländes umgestaltet. Ein Holzhaus ist der regelmäßige Treffpunkt für alle, die sich mit Krabbeltieren und Blumen beschäftigen möchten. Dann wird gebastelt, gespielt und auf Entdeckungsreise gegangen.

Eine Rasenfläche wurde nun in eine Blühwiese umgestaltet. Gemeinschaftlich wurde der Rasen abgestochen und Blumensaat ausgebracht. Trittsteine sorgen dafür, dass die Kleinen durch die Wiese spazieren können, ohne die Blumen zu zertreten. Auch ein kleiner Zaun wurde gebaut, damit die Blumen sich ungestört entwickeln können.


Kinder in der Kita "Mäusehaus" werden Blumenentdecker

Hier werden demnächst bunte Blumen blühen. Foto: Bettina Schroeder
Hier werden demnächst bunte Blumen blühen. Foto: Bettina Schroeder

Für das Modul "Blumenentdecker" wurde auf dem Grundstück der Kita Ostereistedt eine neue Blumenwiese ausgesät. Gemeinschaftlich wurde auf einer geeigneten Fläche der Rasen abgestochen, alles geharkt und gut vorbereitet. Nach der Aussaat wurde von den Kindern alles noch gut festgetreten.

Das Saatgut lieferte die NABU Umweltpyramide. Dabei handelt es sich um heimische, regionale Saat, damit unsere heimischen Insekten auch die Blüten und Blätter nutzen können.


Kindergärten blühen auf

Unsere Insekten sind an die heimischen Blumen angepasst. Foto: NABU/CEWE/Jenny Krämer-Eder
Unsere Insekten sind an die heimischen Blumen angepasst. Foto: NABU/CEWE/Jenny Krämer-Eder

 

Es ist Frühling – und mit ihm zeigt sich eine Vielfalt an Fluginsekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Kleinsttiere wie diese sind es, die zurzeit Kinder von neun Kindergärten und der Helga-Leinung-Schule faszinieren und beschäftigen. Die Kinder nehmen an dem langjährigen Projekt „Ersthelfer*in für die Vielfalt“ der NABU Umweltpyramide teil und verfolgen mit großem Interesse, wie die Natur erwacht.

 

„Die Aufmerksamkeit für Insekten, das Empfinden von Faszination für sie und der Wille, etwas für sie zu tun, dafür möchten wir bei den Kleinsten einen Grundstein legen“, erzählt NABU-Mitarbeiterin Bettina Schroeder. „Das Telefon im Büro der NABU Umweltpyramide klingelt oft, weil jemand Tipps rund um das Anlegen einer naturnahen Wiesenfläche bekommen möchte. Es freut uns, dass offenbar ein Imagewandel der Kleinsttiere zu spüren ist – die Menschen möchten in ihren Gärten für die Natur, insbesondere für Insekten, etwas tun“, beschreibt Bettina Schroeder ihre Eindrücke. „Um die Kindergartenkinder und ihre Eltern in dieser Entwicklung mitzunehmen, wurde das Projekt so strukturiert, dass die Kinder nacheinander die wichtigen Zusammenhänge begreifen – von der Bestäubungsleistung der Insekten über die dadurch entstehende Nahrung für Tiere und Menschen bis zu den vernetzten Beziehungen der Insekten zu anderen Tieren wie Vögel oder Fledermäuse.“

 

In den beiden ersten Modulen des von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung geförderten Projektes werden die Kinder durch erlebnisreiche Angebote zu „Krabbeltierfreunden“ und „Blumenentdeckern“. „Die Vielfalt an Insekten braucht auch eine Vielfalt an heimischen Blumen“, betont Bettina Schroeder und verteilt jede Menge Blumensaat an die zehn Einrichtungen, denn es sollen zehn Blühflächen angelegt werden. Was eigentlich als Gemeinschaftsaktionen mit den Eltern geplant war, wird nun im Kindergartenteam zusammen mit den Kleinen geleistet – Gras wird abgetragen, ein Hochbeet gebaut oder vorhandene Beete umstrukturiert – jede Einrichtung setzt diesen Projektteil individuell nach den vorhandenen Möglichkeiten um und bereitet eine Fläche für die Aussaat vor. Nachdem das Saatgut von den Kindern ausgesät wurde, müssen sie geduldig sein - und werden im Sommer mit einer bunten Blühfläche und vielen Blütenbesuchern belohnt.

 

Die Blumen säen sich von nun an selber aus, so dass diese Vielfalt jedes Jahr wieder neu erblühen und die Kinder und ihre Eltern erfreuen wird. Die Kinder in den teilnehmenden Einrichtungen entwickeln spielerisch ein Bewusstsein für diese Zusammenhänge in der Natur und erleben durch Aktionen, dass es möglich ist, sich aktiv für die Natur einzusetzen. Die Erfahrungen mit der Umsetzung der von der NABU Umweltpyramide entwickelten Module werden regelmäßig reflektiert und letztendlich in einem Leitfaden zusammengeführt. Dieser wird im Anschluss an das Projekt allen interessierten Kindergärten angeboten.


Hochbeet in der Kita Abenteuerland

Das neue Hochbeet wird mit Wildblumen eingesät. Foto: Kita Abenteuerland
Das neue Hochbeet wird mit Wildblumen eingesät. Foto: Kita Abenteuerland

Die Kita Abenteuerland wünschte sich ein neues Hochbeet. Material war vorhanden, es fehlte lediglich die helfende Hand. Diese Unterstützung kam von der NABU Umweltpyramide, ein Mitarbeiter hat das Hochbeet gebaut und den Mutterboden geholt. Dann füllten die Kinder das Material in das Beet.

Im Sommer wurde es für Gemüseanbau genutzt, es gab eine reiche Ernte. Im Herbst war das Beet abgeerntet und konnte nun für die Aussaat von Wildblumen vorbereitet werden. Nachdem die Kinder alles ordentlich ausgesät und festgedrückt haben, freuen sie sich nun auf die bunten Blumen, die dort im nächsten Frühjahr erscheinen werden.


Blumenentdecker in der Kita Wehdel

Bunte Töpfe, eingesät mit Wildblumen. Foto: Bettina Schroeder
Bunte Töpfe, eingesät mit Wildblumen. Foto: Bettina Schroeder

Übergabe der Materialkisten

Die neuen Materialkisten wurden in die Kindergärten gebracht, hier in die Kita Oerel (Foto: Bettina Schroeder)
Die neuen Materialkisten wurden in die Kindergärten gebracht, hier in die Kita Oerel (Foto: Bettina Schroeder)

Für das Modul „Blumenentdecker“ wurde eine Materialkiste konzipiert, die das komplette Lehrmaterial für die Umsetzung des Moduls beinhaltet. Es wurde darauf geachtet, dass es Anregungen gibt, die Inhalte von "Krabbeltierfreund" mit einzubeziehen und so den Lerninhalt weiterlaufend zu bearbeiten.

 

Eine Anleitung für die Materialkiste, ergänzt um die gewünschten Tipps für Aktionen rund um die ökologische Aufwertung eines Kindergarten-Gartens, führt so detailliert in die Materie ein, dass das gesamte Fachpersonal die Inhalte in ihren jeweiligen Gruppen umsetzen kann.

 

Streng nach den geltenden Hygienevorschriften wurden nun diese Materialkisten in die teilnehmenden Kindergärten gebracht.